Unsere fünfte Sambiareise

04. bis 23. September 2016

Auch in 2016 haben wir unsere 50 Patenkinder in Sambia besucht – und vor allem auch angetroffen. Wir haben uns bei den Lehrern über die einzelnen Kinder erkundigt und konnten uns ein Bild über die Lebensumstände aller Kinder machen – denn wir haben sie erstmals nach Hause begleitet.

Unsere Reise verlief ausgehend von Lusaka über Ibenga (Blind-Center), Luanshya, Kitwe, Solwezi bis nach St. Kalemba. Insgesamt haben wir wieder 2.400 Kilometer – teils auf staubigen Pisten durch den Busch, teils aber auch auf guten asphaltierten Straßen – zurückgelegt.

1. Tag

Besuch einer orthopädischen Klinik in Lusaka. Dort haben wir einen Teil der gespendeten T-Shirts sowie die Hälfte der selbstgestrickten Mützen abgegeben. In dieser Klinik werden hauptsächlich Kinder behandelt, die ein körperliches Gebrechen haben. Die Mamas sind mit dabei und betreuen die Kinder. Oftmals haben diese nur ein einziges Kleidungsstück mit dabei und so konnten wir dank der Spende der Firma e-fix gleich helfend eingreifen. Außerdem haben wir von einem Teil der Spendengelder Spielsachen und Süßigkeiten für die behinderten Kinder gekauft und ausgeteilt.

2. Tag

Besuch bei der Deutschen Botschaft in Lusaka um uns beim zuständigen Mitarbeiter der Botschaft zu melden und um seinen Rat zu bitten. Das gibt einfach ein besseres Gefühl, wenn man weiß, dass man im Falle eines Falles von hier aus geschützt ist.

Außerdem haben wir einen Großeinkauf getätigt: Süßigkeiten für die Kinder!

3. Tag

Weiterfahrt nach Ibenga, dort wurden wir bereits von den Blinden und den Kindern sehnsüchtig erwartet.

Wir wurden zu einem typisch sambischen Abendessen bei unserer Freundin Jessy, der Köchin im Blind-Center eingeladen. Joseph, ein blinder Sänger, trug mit seiner begnadeten Stimme Gospels und Lieder vor und bald schon waren alle am Tanzen, Klatschen und Singen – obwohl es um 18:00 Uhr bereits stockdunkel war – denn Strom gibt es keinen im Blind-Center. Hier stehen Strohhütten in einem größeren Areal verstreut und hier leben die Blinden – meist alten Menschen – mit den Kindern in den Hütten und fristen ein kärgliches Dasein. Aber beim Tanzen und singen vergessen sie die Armut. Hier leben sieben unserer Waisenkinder bei ihren Großeltern – und wir konnten sie alle treffen. Die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten war groß: bei Nelly, Faith, Trusty, Celestine, Faithful, Precious und Elizabeth. Alle trugen ihre Uniformen und Schulschuhe. Sie schrieben uns auf, was sie noch benötigten – denn am nächsten Tag war wieder Einkaufen angesagt.

4. Tag

Einkaufen: Kleidung und Schulhefte für unsere Kinder haben wir am Markt gekauft . Für die 50 Familien im Blind-Center kauften wir in einer Ölfabrik Soja-Öl, das war günstiger als im Supermarkt und wir konnten sogar noch einen guten Rabatt verhandeln.

Danach wurde das Öl an die wartenden Menschen im Blind-Center verteilt. Man kann sich nicht vorstellen, wie viel Dankbarkeit einem für zwei Liter Öl, einem T‑Shirt oder einer neuen Hose entgegengebracht wird. Zum Ende des Tages gab es einen Freudentanz und Dankesgesänge. Party pur im Busch. Auch dieser Tag war wieder ein guter Tag.

5. Tag

Drei unserer Kinder – Abigal, Queen und Given – ziehen um – von Kaoma-Farm in die Nähe von Luanshya. Die allein erziehende Großmutter kann dort bei ihrem jüngeren Sohn, der sich ein kleines Grundstück gekauft hat, mit den drei Mädels unterkommen. Wir haben die Patengeschenke abgegeben und Fotos für die Pateneltern gemacht.

Danach ging unsere Reise weiter nach Kitwe. Auch hier leben drei unserer Patenkinder (Rhodes, Bwalya und Sylvia), die wir ebenfalls besuchten. Selbstverständlich wurden wieder Süßigkeiten und Schulsachen sowie zwei Fußbälle ausgeteilt. Eines der Kinder ist zu einer jüngeren Tante nach Lusaka gezogen – die kleine Annett werden wir also nach unserer Rückkehr dort besuchen. Es stellt sich immer wieder als äußerst vorteilhaft heraus, dass wir die Kinder jedes Jahr besuchen, denn ständig gibt es Veränderungen in diesem Großfamilien-Verbund, wenn die Eltern nicht mehr leben.

6. Tag

Wieder Großeinkaufstag: In einem Bücherladen in Kitwe kauften wir Schulbücher für unsere Kinder in St. Kalemba, die die Kaula-School besuchen. Das hatten wir beim Besuch im vergangenen Jahr mit dem Schulleiter vereinbart. Wir kauften also die Bücher für 12 Jahrgänge und zwar jeweils 1 Satz je Jahrgang, denn in dieser Schule im Busch gibt es lediglich 1 Buch je Schulfach und Klasse – und das besitzt der Lehrer. Das wollten wir ändern, damit im ersten Schritt je Klasse mindestens 10 Büchersätze vorhanden sind.

Nach einem guten Abendessen in der Shopping Mall von Kitwe und einem erholsamen Schlaf starteten wir am nächsten Tag Richtung Solwezi.

7. Tag

Für die Fahrt von Chingola nach Solwezi (ca. 170 Kilometer) benötigten wir über sieben Stunden Fahrtzeit. Die Straße (mehr eine Staubpiste, da die „richtige Straße“ gerade eine 170 Kilometer lange Baustelle ist) ist so schlecht, dass man immerzu einem Schlagloch ausweichen muss. Dann kommen die übervoll geladenen Schwerlaster aus den Kupferminen entgegen und es staubt ohne Ende – denn es hat seit März nicht mehr geregnet. Kupferfarbener Staub überall – in der Nase, im Mund, in den Ohren in der Kleidung.

Endlich treffen wir in Solwezi – der City of Dust – ein und es gibt in der Lodge leider wieder nur kaltes Wasser zum Duschen – aber ein sauberes Bett! Und eine Einladung zum Essen bei unserer inzwischen guten Freundin Brenda. Das sambische Essen schmeckt so herrlich, dass Staub und Piste bald vergessen sind.

8. Tag

Heute hatten wir einen vollen Terminplan: Zunächst besuchten wir das „Ministry of Education, um mit dem zuständigen Sachbearbeiter den Start unserer Schule in St. Kalemba final zu besprechen. Alle Vorgaben der Regierung für eine Privatschule auf dem Grundstück des Bischofs sind erfüllt – es muss lediglich noch ein Brunnen gebaut werden. Aber das ist kein allzu großes Unterfangen – wir müssen nur die Geldmittel dafür zur Verfügung stellen – dann steht einem Schulstart im Januar 2017 nichts mehr im Wege.

Als Nächstes stand der Termin beim zuständigen Sachbearbeiter für „Water Affairs“ an. Mit Herrn Monga verhandelten wir über die Details zum Brunnenbau und er erteilte uns umgehend die Genehmigung.

Das Highlight des Tages aber war der nun folgende Besuch beim Bischof von Solwezi – Charles J. S. Kasonde. Schließlich haben wir auf seinem Grundstück in St. Kalemba unsere Schule gebaut. Mit Bischof Kasonde besprachen wir unsere neuen Pläne zum Bau einer Nähschule – und er sagte uns seine volle Unterstützung zu.

Für ein Mittagessen war heute keine Zeit, denn wir mussten nun für die Alten und unsere Kinder in St. Kalemba Schuhe kaufen (etwa 70 Paar). Solwezi ist die letzte Station auf unserer Reise, um Einkäufe zu tätigen – danach geht es ca. 500 Kilometer direkt in den Busch. Schwester Rachel hatte die einzelnen Schuhgrößen aufgeschrieben und wir kauften, verhandelten und wählten aus. Schließlich mussten wir noch Lebensmittel für die Familien unserer Kinder einkaufen, alles auf die beiden Wagen verladen und endlich starteten wir kurz vor Sonnenuntergang unsere lange und einsame Fahrt nach St. Kalemba.
Dort angekommen war es schon spät in der Nacht und wir fielen nach einem kleinen Dinner übermüde aber glücklich in unsere Betten im Kloster von St. Kalemba. Ein Gefühl wie nach Hause kommen ist das inzwischen.

9. Tag

Nach einem kräftigenden Schlaf, einem mentalen Morning Prayer in der Klosterkappelle und einem guten Frühstück erwarteten uns bereits die alten Menschen, welche rund um das Kloster im Busch leben. Wir verteilten die mitgebrachten T-Shirts, Lebensmittel und Stickmützen – letztere waren der Renner. Denn am Tag hat es zwar immer ca. 32 °C, aber die Nächte im Winter sind ziemlich kalt (teilweise nur 3 °C). Da waren die alten Menschen unglaublich dankbar für die Strickmützen, welche mir einige Frauen aus Deutschland selbst gestrickt und mitgegeben hatten. Und es gab Schuhe – tatsächlich richtige Schuhe, die auch in der Regenzeit getragen werden können. Das war im vergangenen Jahr der größte Wunsch der Alten, endlich ein Paar Schuhe zu haben. Unglaublich war der Freudentanz, den die Alten vorgeführt haben. Gänsehaut pur und Beschämung zugleich!

Als sich die ca. 20 Alten – die keine Familie mehr haben und um die sich nur noch die Klosterschwestern kümmern – wieder auf ihren beschwerlichen Nachhauseweg machten, kamen „unsere Kinder“ singend vom Nutrition-Center im Kloster zum Innenhof gezogen. Da geht das Herz auf, wenn ca. 30 singende und lachende Kinder dich aus erwartungsvollen Augen ansehen und mit einer solchen Lebensfreude singen und tanzen. Diese Kinder sollen ab Januar in unserer Schule in den Kindergarten gehen um besser für den Besuch der 1. Klasse vorbereitet zu werden. Die Kinder besuchen somit die Vorschule bzw. die 1. Klasse (wir haben ja zwei Klassenräume in unserer Schule in St. Kalemba inklusive Lehrerzimmer von den Spenden errichten lassen). Nach den Vorträgen mit Trommeleinlage und Tanz verteilen wir selbstverständlich erst mal wieder Süßigkeiten und auch Luftballons. Dann wurden die Kinderkleider, welche wir von den Kindern des Kindergartens St. Martin in Tauberbischofsheim erhalten hatten, verteilt. Die Kinder dort hatten eine Aktion „ein bisschen wie St. Martin“ gestartet und einzelne Kleidungsstücke für die armen Kinder in Sambia gespendet. Jedes Kind erhielt davon einige passende Kleidungsstücke und der Dank für ein neues T-Shirt oder eine Hose war unendlich. Diese tägliche Emotionsachterbahn ist nicht einfach zu verkraften – aber immer sind es die Kinder, deren Freude so ansteckend ist. Für diese Kinder machen wir alle ja diese Aktionen – mit Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Patenschaftsgeldern oder durch Sachspenden.

Nach dem Mittagessen starten wir die nächste Aktion: Ich hatte Schwester Rachel gebeten, sie möge sich um weitere Patenkinder für uns umtun. Im Meeting-Point (strohgedeckter Gral im Klostergarten) saßen bereits 15 Kindern – teilweise in Begleitung einer Mutter oder eines Bruders und sahen uns erwartungsvoll entgegen. Zunächst gab es erst mal auch für diese Kinder Süßigkeiten (nun kann man auch die vielen Einkäufe der vergangenen Tage verstehen). Danach wurden „die Personalien“ aufgenommen: Name, Alter und Wohngegend sowie Familienverhältnisse der Kinder. Dann wurden noch Bilder von den einzelnen Kindern für interessierten Pateneltern gemacht. Im Anschluss erhielt jedes der Kinder eine der von unseren Mitgliedern gespendeten Schultaschen. Die Mädchen in pink, die Jungs in den anderen Farben.

Inzwischen war es bereits wieder 18:00 Uhr und es wurde nach kurzer Dämmerung erneut stockdunkel. Allerdings gibt es seit vier Monaten Strom in St. Kalemba – aber das Wasser zum Duschen war immer noch kalt. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende – und ein gutes Gefühl beim Einschlafen war uns gegönnt.

10. Tag

Heute standen unsere „alten“ Patenkinder auf dem Plan. Wir fuhren also zur Kaula Primary School, ca. fünf Kilometer vom Kloster entfernt. Diese Schule besuchen die meisten unserer Kinder (Mutango, Jean, Memory, Kakweshy, Joel, Godson, Isaak, Bonface, Marazhi, Joyce, Abigale, Womba, Violett, Makina, Fridah, Mercy, Esther, Monde, Humphrey und Queen). Da zu wenige Schulräume zur Verfügung stehen, wird der Unterricht in Doppelschichten durchgeführt. Am Vormittag werden die „Großen“ von Klasse 6 bis 12 unterrichtet und am Nachmittag die Kleinen von Klasse 1 bis 5. Und auf dem ganzen Weg entlang „wandern“ Kinder in Schuluniformen und gehen in Grüppchen oder einzeln ihren langen Weg von der Schule nach Hause und zurück.

Wir sprechen zunächst mit dem Schulleiter über die gekauften Bücher. Er hat Tränen in den Augen, als er alle diese Schätze sah: Für jede Klasse und für jedes Schulfach ein Buch zu haben – das ist ein so großes Geschenk. Da wir die richtigen Bücher gekauft hatten, wurde vereinbart, dass ich im nächsten Jahr je Klasse und Schulfach zehn Bücher von unseren Spendengeldern in Kitwe einkaufe, so dass die Kinder wenigstens teilweise ein Buch zum Lernen haben. Die Bücher werden dann im Laufe des Schuljahres verteilt und am Ende wieder eingesammelt und lagern somit in der Schule.

Nun fuhren wir mit jedem Kind einzeln nach Hause, um zu sehen wo und wie unsere Kinder wohnen. Das war wieder einer der emotionalsten Stunden dieser Reise. Es ist etwas anderes, die Kinder in der Schule oder im Umfeld des Klosters zu treffen als die Kinder in all dieser Armut zu erleben. Wir machten Bilder für die Pateneltern, damit auch hier wieder dokumentiert ist, dass jeder Cent an Spenden denjenigen direkt zu Gute kommt, welche diese Hilfe am nötigsten brauchen. Diese Aktion dauerte den ganzen Tag an, denn die Kinder wohnen weit über die Gegend im Busch verstreut. Beispielsweise besucht unser Given die New Loloma Secondary School, ca. sieben Kilometer vom Kloster entfernt. Ihn konnten wir – wie unseren John – in der secondary school besuchen. Bei John dauerte die „Suche“ allerdings etwas länger, da seine Schule dann nochmals 16 Kilometer entfernt im Busch steht. Der „Weg“ führte uns durch ein trockenes Flussbett, über sandige Pisten und unwegsame brückenartige Übergänge. Letztendlich konnten wir dann unseren John doch noch reffen und das Patengeschenk – einen Fußball und ein Paar Schuhe – übergeben. Er war so unendlich happy darüber.

Am Abend stand fest: Auch dieser Tag war wieder ein guter Tag!

11. Tag

Frisch geduscht mit kaltem Wasser, gut gefrühstückt und voller Tatendrang starteten wir unseren letzten Tag in St. Kalemba. Fast alle unsere Patenkinder waren zum Meeting-Point im Kloster gekommen, um die Patengeschenke zu erhalten, Briefe für die Pateneltern zu schreiben sowie Lebensmittel und warme Wolldecken zu bekommen. Außerdem starteten wir eine Aktion „Clean Kalemba“: Jedes Kind, welches einen vollen Sack mit Plastikmüll bringt, erhält eine Wolldecke – St. Kalemba ist inzwischen der sauberste Platz auf der Welt. Zum Glück hatten wir genug Decken im „General Dealer Shop“ am Straßenrand gekauft. Wieder wurden Bilder von den Kindern für die Pateneltern gemacht und wieder bedankten sich die Kinder überschwänglich für die Geschenke. Für die Großen ab der 7. Klasse hatten wir „Story-Books“ gekauft – damit die Kinder auch zusätzlich zu den normalen Lehrbüchern die Möglichkeit zum Lesen haben. Das war der Knaller – wir haben gleich einen kleinen Lesewettbewerb gestartet – wunderbar! Auch dieses Geld war wirklich sinnvoll investiert und wir werden eine solche Aktion für das nächste Jahr erneut vorsehen.

Nach dem Mittagessen statteten wir „unserer“ Schule in St. Kalemba einen Besuch ab. Sie ist so wunderschön geworden – unsere Privatschule im Busch. Und auch die Toiletten sind gut gebaut, ebenso das Lehrerhaus mit den zwei Wohneinheiten. Es fehlen nur noch die Möbel – dann kann eine Lehrerfamilie einziehen. Im nächsten Jahr können wir dann das offizielle Einweihungsfest unserer Schule feiern. Wunderbar! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für alle eingegangen Spenden.

Das nächste Highlight dieses Tages war der Besuch beim Headmen und seiner Frau. Auch hier wurden wir als gute Freunde empfangen und bekamen jeder eine Sitzgelegenheit vor der Hütte als Zeichen der Wertschätzung angeboten. Wir teilten dem Headmen mit, dass der Brunnen in seinem Dorf nun bald gebaut werden wird – und der alte Mann hatte Tränen in seinen Augen.

Inzwischen war es schon wieder 18:00 Uhr und stockdunkel. Im Kloster wurde bereits die Abschiedsparty für uns vorbereitet und wir feierten bis in die späten Abendstunden mit unseren Freunden in St. Kalemba: Den drei Franziskanerschwestern und den beiden Priestern, die uns so herzlich und selbstverständlich aufgenommen und bewirtet haben.

12. Tag

Auf Wiedersehen St. Kalemba. Eine lange Fahrt von acht Stunden quer durch den Busch erwartete uns, bis wir endlich gegen Abend in Kitwe in der Lodge ankamen. Zur Belohnung gab es diesmal in unserer Lode warmes Wasser zum Duschen – das war das Beste an diesem Tag voller Staub und Schlaglöchern.

13. Tag

Heute besuchten wir den Markt in Kitwe, um Geschenke für unsere Lieben zu Hause und für die beiden Tombolas, die wir im Advent in Böttigheim und Neubrunn durchführen wollen, einzukaufen. Der Markt ist ein Gewusel aller Stimmlagen und Gerüchen. Karren mit Bananen stehen neben Billigkram aus China, Sonnenbrillen liegen neben Säcken mit Maismehl und Körben mit getrockneten Fischchen – alles quer durcheinander und trotzdem scheint ein System dahinter zu stecken.

Wir besuchten abschließend nochmals unsere Kinder in Kitwe und fuhren am nächsten Tag weiter nach Ibenga.

14. Tag

Heute machten wir einen Zwischenstopp in Luanshya, um noch zwei Matratzen für die Omas unserer Patenkinder im Blind-Center zu kaufen – und die Süßigkeiten waren auch schon wieder alle. Außerdem wohnt hier unser Patenkind Charles – dem wir ebenfalls einen Besuch abstatten konnten.

Wir fuhren nochmals zum Blind-Center und gaben die Matratzen bei Nellys Oma und bei der kleinen Oma ab. Nun brauchen die beiden blinden alten Frauen und die Kinder nicht mehr auf dem blanken Boden zu schlafen. Dann erhielten wir die Briefe der Patenkinder und fuhren nach einer herzlichen Verabschiedung zurück nach Lusaka.

Dort begaben wir uns nach einer erneut kalten Dusche in unserer Lodge direkt in die Shopping-Mall von Lusaka zu „Chicagos“ (Insider-Tipp) – „and there we have had a delicious meal – really“.

15. und 16. Tag

Ab heute hatten wir zwei „private Tage“, die wir in einer Safari-Lodge im Kafue-Nationalpark, ca. drei Kilometer westlich von Lusaka, verbrachten. Hier konnten wir relaxen, ausspannen und die Seele baumeln lassen. Das war mehr als notwendig nach den vergangen Tagen voller Emotionen. Wir sahen viele Gazellen, Elefanten und sogar Leoparden in freier Wildbahn und genossen das Nichtstun. Tiere gibt es nur noch in den Nationalparks – im Busch sieht man höchstens Hühner oder Ziegen – alle anderen „animals have been eaten“, so sagt unser Fahrer Elias.

Elias ist einer der besten Fahrer, den wir jemals erlebt haben – egal auf welcher Piste oder in welcher Situation – Elias fährt souverän und ist und bleibt uns ein guter Freund und Reisebegleiter. Jedes Jahr bei unserem „Abenteuer Sambia“.

S.A.m.b.i.A. e. V.

Neubrunner Weg 8
97277 Neubrunn-Böttigheim
info@sambia-ev.de

facebook.com/SAmbiA.eV/